Mieterthemen im Reuter-Kiez

Als Projektleiter und Träger des vom Quartiersmanagement Reuterkiez geförderten Projektes „Mieter stärken“ möchte ich die im Rahmen des Projektes entstandene und nun aktuell vorliegende Broschüre: INFOS FÜR MIETER RUND UM DEN REUTERKIEZ
BERATUNG – INFORMATION – VERNETZUNG (www.reuter-quartier.de/Mieter-nachhaltig-staerken.2512.0.html) zum Anlass nehmen, um über Projekte, Initiativen und aktuelle Entwicklungen zum Thema im Reuterkiez zu informieren.

Das „Bündnis bezahlbare Mieten“ (www.mietenbuendnis.de) hat sich im August 2013 gegründet. Es ist ein Anwohner*innengremium mit dem Ziel den „horrenden Steigerungen“ der Mieten ein Handlungskonzept entgegen zu setzen. Dabei wird sich eng an den Bedürfnissen und persönlichen Erfahrungen der Mieter*innen in den Kiezen orientiert.
Das Bündnis bezahlbare Mieten hat im August 2014 eine Unterschriftensammlung für einen Einwohnerantrag zum Milieuschutz in Neukölln gestartet und damit den entscheidenden Impuls für die Ausweisung des Reuterkiezes als Milieuschutzgebiet gegeben.
Das Mietenbündnis trifft sich einmal im Monat dienstagabends im elele Nachbarschaftszentrum, plant dort Aktionen zu aktuellen Entwicklungen und unterstützt aber auch mit seiner Arbeit und seinem Know-How andere Kiezinitiativen.

Eine spannende Entwicklung ist mit der vor einem Jahr entstandenen „Selbstorganisierten Kiezversammlung zur Mietkrise in Nordneukölln – Kiezversammlung44“ (www.kiezversammlung44.de) zu beobachten. Eingeladen sind alle Nachbar*innen und Bewohner*innen aus Nordneukölln und den angrenzenden Kiezen, um nachbarschaftlich und solidarisch gegen willkürliche Mieterhöhungen, Umwandlung in Eigentum und Modernisierung – Luxussanierung zu kämpfen.
Die Kernfrage der Kiezversammlung44 ist: „Wie können wir uns gemeinsam gegen die Verdrängung aus unseren Kiezen wehren und zusammen Probleme und Konflikte, die aus dieser Situation in unserer Nachbarschaft entstehen, lösen?“ und das erklärte Ziel: „Gemeinsam Antworten suchen, schlagkräftige Aktionen planen, uns vernetzen und Zusammenhalt aufbauen.“
Aktuell wird ein Vernetzungstreffen mit anderen Hausgemeinschaften und Anwohner*innen-Initiativen geplant.
Die Kiezversammlung trifft sich jeden ersten Sonntag im Monat zum Plenum und zum arbeiten in den verschiedenen Arbeitsgruppen um 12 Uhr im Saal der Jugendfreizeiteinrichtung „Manege“ in der Rütlistraße.

Aufgrund direkter Betroffenheit haben sich im Reuterkiez in letzter Zeit darüber hinaus verschiedene Hausgemeinschaften und Anwohner*innen-Initiativen gebildet.

Die „Hausgemeinschaft Friedelstraße 54“ (http://friedelstrasse54.blogsport.eu) führt einen Kampf gegen die Pläne des neuen Eigentümers das Haus durch eine ungewollte und umstrittene energetische Sanierung (Wärmedämmung der Außenfassade) und andere Maßnahmen aufzuwerten und damit die Mieten erheblich steigern zu können. Mitglieder der Hausgemeinschaft waren die Initiatoren der ersten Kiezversammlung.

Die Akteure des „Kiezladen Friedel 54“ (https://friedel54.noblogs.org/) kämpfen gegen ihre Kündigung, Mieterhöhungen und Verdrängungen und für eine bessere Welt! Hierfür bieten sie regelmäßig Volxküche gegen Spende, Info- und Kulturveranstaltungen und eine kostenlose Mieter*innenberatung an.

Die Bewohner*innen des Hauses Lenauer Straße Ecke Hobrechtstraße haben sich zu der Hausgemeinschaft „LEBRECHT 23 62 E.V.“ (http://lebrecht2362ev.jimdo.com) zusammengeschlossen. Zweck des Vereins ist der Wohnraumerhalt und der Schutz vor Entmietung bestehender Mietverhältnisse, die Verhinderung von künstlichem Leerstand zum Zweck der Kapitalsteigerung, die Erhaltung einer vielschichtigen, sozialen Wohn- und Gewerbekultur der Wohnobjekte Lenaustr.23 und Hobrechtstr.62 in 12047 Berlin – Nord – Neukölln inmitten des schönen „Reuterkiez“.
Des Weiteren die aktive Förderung des Milieuschutz im Bereich Nord-Neukölln „Reuterkiez“, die Förderung von sinnvollen und wirtschaftlichen Maßnahmen zur Sanierung der genannten Wohnobjekte und Verhinderung von Luxussanierungen und eine mögliche Vorbereitung zum Erwerb (auch Teilerwerb) der genannten Objekte und deren Umwandlung in eine Genossenschaft.

Ganz aktuell organisiert sich gerade eine neue Hausgemeinschaft/Anwohner*innen-Initiative im Kiez: „UNSER BLOCK BLEIBT!
Fram I Nansen I Pannier I Pflüger – 4 Straßen im Reuterkiez I 17 Häuser I 1 Hof I 300 Nachbarn“
Hintergrund: im Herzen Kreuzköllns wird in Kürze ein ganzer Wohnkomplex zwangsversteigert. Insgesamt 14 Häuser in der Framstraße, Nansenstraße und Pannierstraße, die bisher einer Erbengemeinschaft gehörten, sollen einer Teilungsversteigerung mit ungewissem Ausgang anheim fallen.
Mehr Infos: https://unserblockbleibt.wordpress.com/

Das im April 2016 gegründete „ReuterForum“ (www.reuterforum.de) soll ein unabhängiges Forum sein für:
– alle im Reuterkiez vertretenen Generationen
– -eine breite Vertretung unterschiedlicher Bewohnergruppen und Akteure (Migrant*innen, Senior*innen, Gewerbe, Religionsgemeinschaften, Institutionen, Vereine, Initiativen und Projekte)
– die Themen Bildung, Wohnumfeld/Qualität des öffentlichen Raumes, Kunst & Kultur, Verkehr und Mieten/Wohnen/Gentrifizierung.

Der „ReuterForum Blog“ (https://reuterforumblog.wordpress.com/) bietet Informationen rund um das nachbarschaftliche Leben im Berliner Reuterkiez. Der Blog könnte zukünftig aktuelle Informationen, Termine und Veranstaltungen im Kiez sammeln und verfügbar machen.

Mieterberatung
Mieter*innen haben im Reuterkiez verschiedene kostenlose Möglichkeiten sich erstberaten zu lassen. Hier eine Auswahl:
Dienstags 18:15 bis 19:15 im elele-Nachbarschaftszentrum
(nur für Mitglieder der Berliner MieterGemeinschaft)
Dienstags 16:00 bis 18:00 im Quartiersbüro in der Hobrechtstraße
(für Mieter*innen, die im Quartiersgebiet wohnen)
Freitag 27.5. 13:30 bis 14:30 (u.a. Termine) im Kiezladen54

Kein direktes Mieterthema aber: bei Konflikten in der Nachbarschaft helfen die Gemeinwesenmediator*innen „lösen statt streiten“ (www.lösen-statt-streiten.de). Anliegen können in der Sprechstunde an jedem 2. und 4. Mittwoch im Quartiersbüro mit kompetenten Menschen aus dem Kiez besprochen werden.

Ein anderes Projekt ist die Vernetzung sozial verantwortlicher Gewerbetreibender im Reuterkiez: das „Gewerbenetz Reuterkiez“ (www.coopolis.de/projekt-gewerbenetz-reuterkiez). Ziel des Projekts ist es, durch Kooperationen mit sozialen Einrichtungen, das harmonische Miteinander von lokaler Ökonomie und Kleingewerbe, alteingesessener und neuer Anwohnerschaft sowie den Besucher*innen des Quartiers zu verbessern

Seit 2004 trifft sich bis heute monatlich die „AG Wohnumfeld“. (www.reuter-quartier.de/AG-Wohnumfeld.1206.0.html). Im Vordergrund der Arbeit der AG steht das Ziel, die Wohnqualität, das Sicherheitsempfinden und die Sauberkeit im Quartier zu erhöhen. Selbst initiierte Projekte betrafen den Erhalt und die Erneuerung von Grünanlagen (Straßenbäume oder Parkanlagen), bauliche Maßnahmen, wie der Bau und die Sanierung von Spielplätzen, behinderten- und seniorenfreundliche Bordsteinabsenkungen, die Installation von Fahrradständern, Verkehrsberuhigung, die Entschärfung von verkehrsunfallträchtigen Straßenecken, Maßnahmen zur Sauberkeit bspw. durch Hundekot-Tütenspender.

Aber nicht nur zur Miete wohnende Menschen fühlen sich für die sozial verträgliche Entwicklung des Kiezes verantwortlich. Im „Eigentümer-Netzwerk Reuterkiez“ (www.eigentuemer-netzwerk-reuterkiez.de) sind seit 2009 private Eigentümer*innen, die Immobilien im Reuterkiez bewirtschaften und zum Teil auch selbst bewohnen engagiert. Ziele des Netzwerktreffens sind der Erfahrungsaustausch & der Wissenstransfer mit Gleichgesinnten und Menschen, die Expertise zu Themen einer nachhaltigen Immobilienbewirtschaftung haben.

Zum Schluss noch ein Danke an die das elele Nachbarschaftszentrum, den Jugendclub Manege, das QM Reuterplatz, den Campus Rütli, das Sharehaus Refugio und das F54 Betreibenden für die Möglichkeit, Veranstaltungen zu Mieterthemen in ihren Räumen anbieten zu können.

Ansprechpartner: für das Projekt „Mieter stärken“ ist:
Wilhelm Eßer
klären & lösen, Agentur für Mediation und Kommunikation
www. klaeren-und-loesen.de
wilhelm.esser@klaeren-und-loesen.de

Redaktions-Gründungs-Sitzung am Mittwoch, den 11. Mai ab 19 Uhr im Nachbarschaftszentrum elele, Hobrechtstr. 55

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

gute Nachbarschaft im Reuterkiez braucht Kommunikation. Wir möchten Sie daher auf diesem Wege persönlich einladen, den gerade entstehenden ReuterForum-Blog für die Kommunikation ihrer öffentlichen Termine, Aktionen und Aufrufe zu nutzen.
Der Blog wird aktuell vom Team UrbanPlus im Rahmen des Quartiersmanagement-Projekts “Verstetigung aktiv gestalten” betreut. Es werden in regelmäßigen Abständen Portraits und Interviews mit Aktiven aus dem Kiez veröffentlicht. Zusätzlich dazu werden auch andere, interessante Projekte und Termine aus dem Reuterkiez vorgestellt. Hier können sie sich den aktuellen Stand des Blogs anschauen: https://reuterforumblog.wordpress.com.
Ziel ist es, dass der Blog bis Sommer 2016 von einem selbstverwalteten Gremium von Menschen hier im Kiez weitergeführt wird. Das kann in verschiedenen Konstellationen und Verantwortlichkeiten passieren. Wenn Sie mehr erfahren wollen, bzw. wenn dieses Angebot für Sie von Interesse ist, dann laden wir Sie herzlich ein,

  • an unserer nächsten Redaktions-Gründungs-Sitzung am Mittwoch, den 11. Mai ab 19 Uhr im Nachbarschaftszentrum elele, Hobrechtstr. 55, teilzunehmen,
  • uns ihre Termine und andere öffentlichen Informationen zur Verbreitung auf dem ReuterForum-Blog zuzusenden, und
  • gerne auch selbst langfristig eine aktive Rolle in der Redaktion des Blogs einzunehmen.

Ela Kagel bzw. André Batz, die derzeit als verantwortliche Ansprechpartner von UrbanPlus die Entwicklung des Blogs leiten, werden sich in den kommenden Tagen noch einmal bei Ihnen melden, um die Möglichkeiten einer Kooperation zu besprechen.

Wenn Sie Fragen haben können Sie sich jederzeit an uns wenden.

eMail: kommunikation_reuterkiez@urban-plus.eu

Herzliche Grüße,
Ela Kagel & André Batz

Recht auf Stadt – Recht auf Gesundheit Wir gründen ein Kiez-Gesundheits-Zentrum

Auftaktveranstaltung, 26. April, 19 Uhr
MANEGE, Rütlistr. 1- 3, 12045 Berlin-Neukölln

Türkçesini ve İngilizcesini aşağıda bulabilirsiniz
English and Turkish version below.

Mit: Nadja Rakowitz, Geschäftsführung Verein demokratischer Ärztinnen
und Ärzte (vdää) /
Andrej Holm und Henrik Lebuhn, Stadtsoziologie HU und dem
Gesundheitskollektiv (GeKo)

Miete zu teuer – Job schlecht bezahlt – interessiert doch sowieso keinen
was ich so denke.
Aber was hat das mit Gesundheit zu tun?!
Gesundheit ist deutlich mehr als medizinische Versorgung. Wirklich
entscheidend sind die gesellschaftlichen Bedingungen, in denen wir
leben. Deshalb gründen wir ein Kiez-Gesundheits-Zentrum in Neukölln. Ein
konkreter Schritt, um gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil für ein
gutes Leben einzutreten und die Voraussetzungen für Gesundheit für Alle
zu schaffen.

Mehr Infos: Geko-berlin.de

Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden mit Übersetzungen ins
Türkische und Englische.

Türkçe:

Sağlık benim hakkım
Şehirde yaşamak benim hakkım

O halde „Mahallemizde bir Sağlık Merkezi“ kuruyoruz !

Ilk toplantı 26. Nisan’da saat 19:00’da
Adres: MANEGE, Rütlistr. 1- 3, 12045 Berlin-Neukölln

Kiralar çok pahalı, işimde az kazanıyorum, zaten kimseyi ilgilenmiyor.
Fakat bütün byunların sağlık ile ne ilgisi var ?
Sağlık sadece hastaneye veya doktora ulaşabilmek değildir aslinda,
önemli olan toplum, mahalle ve çevrenin bize ve sağlıgımıza etkisi.
O halde bir Mahalle Sağlık Merkezi kuralım ve Neukölln de yaşayanların
daha sağlıklı yaşamalarına katkı verelim !! Sen de destek ver !!.

Daha fazla bilgi için: www.geko-berlin.de

Toplantıda Türkçe tercüme yapılacaktır.

English:

Right to the city/ right to health
– Building up a community health center

26.April 2016 7pm
MANEGE, Rütlistr. 1- 3, 12045 Berlin-Neukölln

With: Nadja Rakowitz (executive secretary of the democratic doctors‘
association), Andrej Holm and Henrik Lebuhn (Departement of Urban
Scoiology at Humboldt University) and the health collective Berlin (GeKo)

Unaffordable rent and stressful job, nobody seems to care what I think. But
what does it have to do with health?

Health involves much more than medical services. What really matter are
the social conditions in which we live. This is why we want to build
up a community health center in Neukölln. A concrete step forward in
order to fight with our community for a better life for all and
to realize the basic conditions for Health For All.

The Event will be held in German with English and Turkish translations.